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Camping mit Hund – Während der Reise

Aktualisiert: 9. Feb. 2022

Im ersten Teil unserer Blog-Beiträge zum Thema „Camping mit Hund“ haben wir Euch bereits viele Tipps gegeben, was es vor Reiseantritt zu beachten gibt – Vorbereitung ist ja sprichwörtlich fast alles. Nun seid Ihr endlich startklar für die Urlaubsreise mit Eurer geliebten Fellnase. Für die Reise selbst haben wir natürlich auch noch ein paar hilfreiche Tipps und Tricks parat, die wir mit Euch teilen:


Los geht die Reise …


Sichert euren Hund während der Fahrt! Das Autofahren habt Ihr schon vor dem Urlaub mit Hund geübt und ihm auch den Wohnwagen mehrfach gezeigt (siehe „Camping mit Hund – Vorbereitung“). Fangt mit kleinen Fahrten an und steigere dies – manche Hunde mögen die Fahrerei von Anfang an, andere werden damit nur langsam warm. Wichtig ist, wie schon beim Equipment, ein sicherer, fester Platz im Reisemobil für Euren Hund. Je nach Platz und Reisegefährt, kann dies eine Transportbox oder ein Gitterkäfig sein. Im Kofferraum könnt Ihr ihn mit einem Netz abtrennen oder ihn auf einem Autositz mittels speziellem Gurt sichern. Im Wohnmobil kann man seinen felligen Urlaubsbegleiter auch am Tisch oder Bett anbinden – hier ist ein Geschirr zu nutzen und kein Halsband! Neben der sicheren Fahrtposition, ist ein zugfreier Reiseplatz wichtig. Hunde vertragen beispielsweise keine Klimaanlage und könne vom kühlen Gebläse Atem- und Augenprobleme bekommen. Auch ein steifer Nacken ist, wie beim Menschen, eine mögliche Folge von kalter Zugluft.

Plant bei Eurer Anreise Pausen ein Je nach Reiseziel bzw. Anreisedauer solltet Ihr genügend Pausen für Euren Vierbeiner einplanen, der sich über etwas Bewegung, Wasser und einen kleinen Spaziergang zwischendurch freut. Wer die genauen Zwischenstopps vorher planen möchte: Im Internet findet man auf verschiedenen Seite und in Foren Tipps für besonders hundefreundliche Rastplätze. Denkt auch auf Rastplätzen immer an die Mitnahme von Hundekotbeuteln und lasst Euren Hund an der Leine. Je entspannter die Anfahrt, umso entspannter der Start in bzw. am Urlaubsort.





Endlich da!


Gefahren auf dem Campingplatz Beim Campen, Urlaub oder zu Hause müsst Ihr einige mehr oder weniger große Gefahrenquellen in Bezug auf Euren Vierbeiner beachten. Das Thema „Temperatur“ spielt für euren Hund eine wichtige Rolle – sorgt im Winter für einen warmen und im Sommer für einen möglichst kühlen Platz. Nach Möglichkeit ist ein schattiger Stellplatz das A und O im Sommerurlaub. Im Wohnwagen oder Wohnmobil kann es im Sommer schnell mal

ähnlich heiß wie im Auto werden. Lasst Euren Hund auf keinen Fall im Reisemobil bzw. überprüft auch bei einem schattigen Stellplatz und bei geöffneten Fenstern/Dachluken die Innentemperaturen. Im Zweifelsfall bindet Ihr Euren Hund lieber im Schatten vor Eurem Reisemobil an – denkt nur daran, dass der Schatten irgendwann „wandert“. Wie oben beschrieben, sind Klimaanlagen und Ventilatoren aufgrund der kühlen Zugluft für Hunde eher ungeeignet bzw. vorsichtig einzusetzen. Eine bereits erwähnte Kühlmatte im Sommer und eine Thermomatte im Winter, kann im Urlaub ebenfalls Abhilfe schaffen. Bietet Eurem Vierbeiner regelmäßig Wasser auf Zimmertemperatur an. Eine Badestelle oder Hundedusche können ebenfalls für nasse Kühlung von außen sorgen – als kleinen Hack könnt Ihr einen Hunde- bzw. Kleinkinderpool mitnehmen und für Euren Fellfreund aufbauen. Im Winter kann auch passende Hundebekleidung und eine gute Isolierung des Reisemobils helfen. Neben den Temperaturen ist der Untergrund auf dem Campingplatz nicht zu unterschätzen: Oftmals gibt es geschotterte Wege und die können Euren Vierbeiner an den Pfoten ziemlich schmerzen. Sucht entweder einen Campingplatz mit Grasboden aus oder zieht Eurem Fellfreund Hundeschuhe an. Achtet auch immer darauf, dass keine Scherben auf dem Boden liegen – besonders auf Rastplätzen kann dies der Fall sein. Zudem sind Pflanzenstacheln und –dornen potentielle Gefahrenstellen. Hierzu empfehlen wir nochmals eine Reiseapotheke auch für den Hund einzupacken. Wen Ihr Euren Hund im Wohnwagen oder Wohnmobil alleine lasst, passt auf, dass der Müll und Lebensmittel sicher verstaut sind – manche Hunde werden sehr kreativ, wenn es um Nahrungsbeschaffung geht. Abgesehen vom Chaos und Dreck, sind manche Lebensmittel, wie Schokolade tödlich für Hunde. Apropos „Fressen“: Achtet stets darauf, dass Euer Hund nicht ungewollt etwas frisst – es könnte giftig sein. Je nach Urlaubsregion bzw. –land kommen weitere Gefahrenquellen wie beispielsweise Giftschlangen und Spinnen hinzu. Auch die Prozessionsspinnerraupe, welche in Deutschland weit verbreitet ist, können gefährlich werden, da ihre Häarchen giftig sind und von Hunden eingeatmet werden können. Selbst alte Nester der Raupen können noch giftige Häarchen enthalten. Schützt Eure Hunde zudem vor der sogenannten „Mittelmeerkrankheiten“, z. B. die Leishmaniose, Ehrlichiose und Babesiose.


Wenn der Hund auf dem Campingplatz bellt ...

Wie zu Hause, muss man auch im Urlaub Rücksicht auf die Nachbarn nehmen. Lest Euch die Platzordnung des Campingplatzes gut durch und führt Euren Hund auf dem Platz an der Leine. Hunde dürfen beispielsweise nicht mit ins Sanitärhaus. Strand und Wiesen sollte Euer Hund nur dort und dann ohne Leine erkunden, wenn er nicht zu voll bzw. es erlaub ist. Sammelt natürlich gewissenhaft alle Hinterlassenschaften Eures Hundes ein – ein guter Vorrat an Kotbeuteln ist ratsam. Beschäftigt Euch ausreichend mit Eurem Hund – ein satter, müder Hund bellt weniger. Lasst Hundebegegnungen nur dann zu, wenn beide Hunde und Hundebesitzer damit einverstanden sind. Achtet zudem auf Mittags- und Nachtruhe und übt vorher mit Eurem Hund, um übermäßiges Bellen zu vermeiden. Und befestigt ein Schild mit Eurem Namen und Telefonnummer am Hundehalsband, für den Fall, dass Euer felliger Reisepartner doch mal allein auf ungewollte Sightseeingtour geht.


Wo geht die nächste Reise hin?


Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub Nach dem Urlaub heißt es natürlich putzen, putzen, putzen – besonders mit einem felligen Urlaubsbegleiter gibt es etwas mehr Dreck im Camper als ohne. Zudem ist es ratsam, alles Waschbare, wie Körbchen bzw. Körbchenbezüge, gründlich zu waschen. Wer den nächsten Urlaub wieder mit Hund plant, kann das saubere Reisekörbchen wieder in den geputzten Camper räumen. Das Reisequipment für den Hund, welches nicht zu Hause benötigt wird, findet ebenfalls einen Platz in einer Box und kann im Camper oder der Garage auf den nächsten Einsatz warten. Apropos „Nächster Einsatz“: Eure Packliste könnt ihr nach jedem Urlaub überprüfen und optimieren. War ein Zubehör nicht im Einsatz und kann eventuell beim nächsten Ausflug zu Hause bleiben oder hat euch vielleicht etwas Wichtiges gefehlt? Auch bei der Wahl des nächsten Urlaubsziels können die Erfahrungen aus dem vergangenen Campingtrip helfen.


Wart Ihr schon mit Eurem Hund im Caravan unterwegs? Wie waren Eure Erfahrungen beim Camping mit Hund?

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